2021: Mit neuer Resilienz in die Zukunft

Zürich, 05.05.2022 – Jahresmeldung

Gesteigerter Umsatz, bedeutsame Neugeschäfte, mehr Mitarbeiter:innen: Auch im zweiten Pandemiejahr konnten Erfolge auf allen Ebenen verzeichnet werden. Nach dem starken Wachstum 2020 hat Ergon bewusst in die Weiterentwicklung der Unternehmung investiert.

Beachtliche Leistungen eines engagierten Teams: Der Umsatz 2021 beläuft sich auf 62.1 Millionen Franken, das entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. «Unser Geschäft hat sich in den vergangenen zwei Jahren gut entwickelt und wir haben die gesetzten Ziele erreicht. 2020 sind wir stark an Umsatz und Mitarbeiter:innen gewachsen. In der Folge haben wir 2021 bewusst ein tieferes Wachstum budgetiert und uns auf die Weiterentwicklung der Organisation konzentriert. Besonders freue ich mich über unsere kontinuierlich tiefe Fluktuation von unter 5 Prozent» sagt Gabriela Keller, CEO Ergon Informatik. Dies war nur dank dem vollen Einsatz der 360 engagierten Mitarbeiter:innen möglich. Insgesamt haben sie 333 Projekte für 260 Kunden zum Erfolg geführt, davon 47 Neugeschäfte. Das Kundenportfolio ist weiterhin konstant und breit abgestützt – besonders im Bereich Behörden sind neue Projekte dazugekommen.

Schwerpunkt Finanzbranche

Für Banken und Finanzdienstleister bewies sich Ergon auch im Jahr 2021 als starke Digitalisierungspartnerin. So setzt Finnova in ihrem neu lancierten Angebot «Open Banking as-a-Service» auf die Ergon-Lösung Swiss Open Banking und Security-Produkte, die auch bereits bei einer Liechtensteiner Bank erfolgreich im Einsatz sind. Die Luzerner und die St. Galler Kantonalbank schaffen eine gemeinsame Plattform für die digitale Vorsorge 3a mit dem Ziel, die Zusammenarbeit auf weitere Banken auszudehnen. Im Kollektiv stark ist auch die Ergon-Zahlungsautorisierungslösung CardX, die für SIC5 Instant Payments bereit ist. Mit der Bank CIC schliesst sich eine weitere Bank der Community an.

Ausbau im Bereich Behörden 

Mit mehreren Neuprojekten für staatliche Organe stärkt Ergon ihre Position auch im Behörden-Markt. Ein bedeutender Erfolg ist das langfristige Mandat für die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei fedpol: In einem umfangreichen Auswahlverfahren hat sich Ergon als Digitalisierungspartnerin für das Projekt «Joining Forces» in der öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt. Ein wichtiger Meilenstein ist die Rahmenvereinbarung des deutschen Airlock-Partners Thinking Objects mit dem Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern für die Lieferung von Airlock-Softwarelizenzen, Softwarepflege und produktnahen Dienstleistungen. Ein weiteres Projekt ist der praxisnahe «Blockchain-Leitfaden für die kantonale Verwaltung», den Ergon zusammen mit der Staatskanzlei des Kantons Zürich und dem Blockchain Center der Universität Zürich erarbeitet hat. 

Weiterhin breit aufgestellt 

Eine klare Stärke von Ergon ist die Vielfalt. Das zeigen die diversen Projekte über alle Branchen hinweg. Auf Basis der Ergon-Lösung für Order Management ist für die WWZ AG eine massgeschneiderte Plattform für die Abwicklung von Bestellungen, Aufträgen und Rechnungen entstanden. Für das Horgener Industrieunternehmen Feller hat Ergon ein Cloud-basiertes Produktionssystem sowie einen Hub für das Internet der Dinge geschaffen. Beides sind grundlegende Bausteine für die digitale Heimautomationslösung «Wiser by Feller». Und zusammen mit der langjährigen Kundin Axon Lab AG treibt Ergon die Praxissoftware Axenita voran: Neue Features unterstützen unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Arztpraxen und ermöglichen einen effizienteren Arbeitsablauf innerhalb der Praxis.

Gabriela Keller

«Besonders freue ich mich über unsere kontinuierlich tiefe Fluktuation von unter 5 Prozent.»

Gabriela Keller CEO, Ergon Informatik AG

Airlock: Mut zur Innovation 

Mit der Airlock Microgateway Community Edition begeht Ergon neue Wege im Vertriebsmodell und lanciert eine Freemium-Version, die Entwickler:innen als Basisversion für Applikations- und API-Security im Container-Umfeld frei nutzen können. Dass sich dieser Mut zu Innovationen auszahlt, zeigt die im letzten Jahr lancierte Lösung Airlock 2FA: Diese erfreut sich grosser Beliebtheit und führte im vergangenen Jahr zu zehn neuen Kunden. Auch in Übersee feiert Airlock Erfolge: Dank geschickt aufgegleisten Partnerschaften zählen Unternehmen aus Hong Kong, Saudi-Arabien und den Philippinen zu den insgesamt 22 Airlock-Neukunden.

Zukunftsorientierte Projekte 

Optimierungen für den Geschäftsalltag verspricht auch das Innovationsprojekt «Heinzelmännli», das Ergon zusammen mit der Universität Zürich, der FHNW, recapp IT und Innofactory realisiert. Die Vision: Ein Sprachassistent, der Anlagegespräche optimiert, alle schweizerdeutschen Dialekte handhaben kann und damit über das Verstehen von Wort, Satz und Kommando hinausgeht. Im 2021 lag der Fokus unter anderem auf der Prüfung von Akzeptanz, Benutzerinteraktion, Spracherkennung und Machine-Learning-Sprachverständnis sowie dem Analysieren von Machine-Learning-Modellarchitekturen. 

Mit einem zum Patent angemeldeten Verfahren im Bereich Augmented Reality (AR) und Building Information Modeling (BIM) treibt Ergon die digitale Transformation für Architekt:innen, Ingenieur:innen sowie das Bauwesen voran. Ziel ist es, virtuelle Modelle überall schnell und bequem mittels Smartphone oder Tablet zur Hand zu haben und so die tägliche Arbeit während der Bauphase zu erleichtern. 

Das einstige Innovationsprojekt Airlock Anomaly Shield ist nun als Standard im Airlock Gateway integriert und sorgt für eine noch grössere Datensicherheit. Es nutzt Technologien des maschinellen Lernens, um Unregelmässigkeiten in Sitzungen zu erkennen und darauf mit entsprechenden Massnahmen zu reagieren. 

Investitionen in ein modernes Arbeitsumfeld 

Zum dritten Mal hat Ergon den «Swiss Arbeitgeber Award» gewonnen. Der Award basiert auf einer anonymen Bewertung durch Mitarbeiter:innen – und macht uns daher besonders stolz. Ergon investiert kontinuierlich in ein attraktives und qualitativ hochwertiges Arbeitsumfeld. So sind zum Beispiel Kollaborationsräume in der ab Mai 2022 gemieteten Halle im Innenhof des Standorts Merkurstrasse 43 (M43) geplant. Gabriela Keller, CEO, sagt: «Wir befinden uns in einer Phase der Weiterentwicklung. Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich fortlaufend: unser Ziel ist, das Beste aus den beiden Arbeitswelten – remote und vor Ort – zu vereinen. Die Zukunft bringt viel Neues – daran wachsen wir, und damit lernen wir. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter:innen. Jetzt freuen wir uns auf mehr Begegnungen und darauf, unsere Arbeitsweise weiterzuentwickeln.»