Ergon arbeitet fortlaufend daran, ihren Entwicklungsprozess zu beschleunigen. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei ist, die wesentlichen Konzepte der Geschäftslogik in einem abstrakten Modell zu konzentrieren. Ein solches Modell direkt auszuprogrammieren kann leicht in fehleranfällige Routinearbeit ausarten. Aus diesem Grund verwendet Ergon schon seit vielen Jahren generische Werkzeuge, die direkt mit solchen Modellen arbeiten können. Neben dem bewährten JTT (Java Table Tool) für datenbankorientierte Desktop-Applikationen hat sich die JET Software Factory als ideale Plattform für die modellgetriebene Entwicklung von webbasierten Geschäftsapplikationen etabliert.
Die Applikationsentwicklung erfolgt mit JET über weite Strecken deklarativ, das heisst, die Geschäftsintention wird auf Business-Stufe beschrieben und nicht technisch durch alle Schichten ausprogrammiert. Die Abbildung auf die technischen Ebenen wird durch die Factory automatisiert. Das erhöht die Agilität der Lösung. Die Software Factory besteht aus einer Laufzeitumgebung, XML-Modellsprachen und den passenden Entwicklungswerkzeugen. Die Entwicklungswerkzeuge wurden dabei als spezialisierte Plug-ins für Eclipse umgesetzt, die die Modellierung und Konfiguration der Applikation stark vereinfachen. Die Aufbauarbeit wurde im vergangenen Jahr geleistet, und in diesem Jahr soll die Software-Fabrik weiter konsolidiert werden und fleissig produzieren.
Automatisierung durch Model Driven Architecture
Parallel dazu beschäftigt sich Ergon mit generativen Werkzeugen, die aus abstrakten Modellen lauffähigen Programmcode produzieren. Dieses zentrale Konzept der MDA (Model-Driven Architecture) erlaubt es, sich auf die Definition von umfassenden Modellen zu konzentrieren. So ist es mehrheitlich unnötig, Code selbst zu entwickeln, da er vom Werkzeug generiert wird. Die Erfahrungen bei der Umsetzung von mobilen Clients, Web-Applikationen und der Kommunikation zwischen (mobilen) Clients und Servern mit MDA bestärken Ergon darin, auch in Zukunft generative Lösungen zu verwenden. Alle relevanten Aspekte zum Lösen eines bestimmten Problems (z.B. Effizienz, Security, Serialisierung) sind dabei in einem so genannten Cartridge gekapselt. Bei der Abbildung des Modells in Code entsteht so immer eine optimale Lösung.



